Aus aktuellem Anlass: Eine Kurz-Analyse der Probleme des
Euro-Währungsraums vom 24. April 2010
Die Prognoseforum GmbH ist
eine Denkfabrik für Wirtschaft und Politik. Die Kernkompetenz
fokussiert dabei auf den Energiebereich. Da Energiesysteme hochkomplexe
Systeme repräsentieren – analog offener Vielteilchensysteme -, ist
interdisziplinäres Knowhow gefordert. Energiewirtschaftliche und
energiepolitische Beratung erzwingen die kontinuierliche Analyse und
Prognose interdependenter Veränderungen im technologischen und im
Finanzmarktbereich, in Währungspolitik und
weltwirtschaftlicher Arbeitsteilung.
Die Prognose hat dabei eine doppelte Funktion: Einmal natürlich
die Erstellung zukunftsbezogener Aussagen, zum zweiten aber auch die
Funktion als Test-Instrument zur Prüfung der Belastbarkeit der
theoretischen Basis.
Ein häufiger Kritikpunkt aus der Praxis bezieht sich auf die
konditionale Formulierung seriöser Prognostik: Da wissenschaftlich
fundierte Prognosen (Fundamentalansatz) immer konditional formuliert
sind, sind sie de facto immer „richtig“. Für die praktische
Nutzung impliziert die Konditionalität aber eine wesentliche
Einschränkung, da das Prognoserisiko weitgehend in die
Prämissen (Anfangs- und Randbedingungen) ausgelagert wird. In dem
Maße, indem diese vom Auftraggeber aktiv beeinflusst bzw. als
„Trigger“ (Handelssignal) genutzt werden können, verliert diese
Einschränkung natürlich an Gewicht.
Neben dem fundamentalen Ansatz spielen in der Praxis vor allem
indirekte, rein technische Verfahren eine große Rolle.
Interessanterweise sind auch diese vielfach konditional formuliert.
Dies gilt insbesondere für chart-technisch gestützte
Prognosen (was oft übersehen wird). Ein wesentlicher
Unterschied zwischen dem fundamentalen und dem (markt-)technischen
Ansatz liegt - neben dem Grad an theoretischer Fundierung - in dem eher
„glättenden“ (mittelwert-orientierten) Charakter des ersteren und
dem Treppen- bzw. Stufencharakter (Sprungfunktion, Modalwerte) der
zweiten Kategorie.
Die traditionelle Prognostik unterstellt – implizit oder explizit –
meist strukturelle Stabilität. Die entsprechenden Prognosemethoden
sind folgerichtig mittelwertbasiert. In der Praxis struktureller
Umbrüche ist diese Voraussetzung natürlich wenig hilfreich.
Hier ist die Beachtung von Regime-Wechseln von zentraler Bedeutung. In
einer Welt hoher Rohstoff- und Energiepreise dominieren
schließlich andere ökonomische Gesetzmäßigkeiten
als in einer Welt niedriger Rohstoff- und Energiepreise. Eine Welt
negativer Realzinsen funktioniert anders als eine Welt hoher
Realzinsen. Eine Welt mit einer instabilen Leitwährung schafft
andere Prognoseprobleme als eine Welt mit einer stabilen
Leitwährung. Eine Welt mit einer funktionierenden
Energieversorgung ist eine andere als eine Welt geprägt von
Versorgungsengpässen und Stromausfällen.
Der von der Prognoseforum GmbH entwickelte Multi-Modal-Ansatz (MMA)
zielt auf diese Dichotomie, die in Zeiten sprunghafter Entwicklung und
Veränderung von besonderer Relevanz ist.
Mit diesem Ansatz haben
wir
bereits längere Zeit gearbeitet und eine Reihe von
Prognoseaufgaben
erfolgreich bewältigt.
Hier
einige Erfahrungen und Referenzen.
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No forecaster is immune against forecasting errors. Spectacular
forecasting errors of renowned companies and institutions strengthen
the
reservations against forecasters further. But a general scepticism
against forecasting
is not appropriate. Each future oriented decision is explicitly or
implicitly based on forecasts. By
making implicit forecasts explicit, the following benefits are
achievable:
- Even implicit forecasts are each based on a
mental model of the future. Explicit forecasts make this mental model
apparent, and discussable.
- Based on quantitative forecasting models,
statistical distribution parameters for future variables can be
derived, which are useful for risk analyses and portfolio management.
- The ex-post-analysis of forecasting errors offers
important hints about the necessity for updating the forecasting model.
- Formal ex-ante forecasts can be improved by
consistency and plausibility checks. Mental errors of the forecasting
model become apparent and allow their correction.
In recent years we have
developed and strengthened a new approach based on a multi-attractor
concept. It allows us to cover causal asymmetries, irreversibilities,
and discontinuities, i.e. central phenomena of dynamic processes. The
core of our approach is the empirical observation of changing dominant
causalities over time. Our concept
allows the combination of fundamental models, time series analyses and
technical analyses and offers all possibilities for an integrated use
of all available information.
We have worked for several years with this approach and solved a number
of forecasting problems. See our experiences
and references. If you want to regularly be informed on the progress of our team,
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